Film-Still aus "Der subjektive Faktor": Charlotte Matthiesen (links), Angelika Rommel (rechts), in der Mitte ein Plakat mit einem Kopf von Lenin

Helke Sander: „Der subjektive Faktor“ (1981)

Der Film „Der subjektive Faktor“ von Helke Sander spielt in den Jahren 1967-1970 und kann als der Film über die 68er und die Entstehung der zweiten Frauenbewegung bezeichnet werden. Er stellt die Anliegen, Lebensumstände und Diskussionen der Bewegungen dar, und es gelingt ihm in eindrücklicher Weise, das damalige Lebensgefühl zu vermitteln, so dass auch Zeitgenoss*innen sagen: Das war real, das war unser Leben.

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Schwarzer Humor für die Frauenbewegung

Für die taz habe ich einen Nachruf auf die Schauspielerin Charlotte Matthiesen und ihren Aktivismus in der autonomen Frauenbewegung der 70er und 80er Jahre in Westberlin geschrieben. Sie spielte auch im Film „Der subjektive Faktor“ von Helke Sander aus dem Jahr 1981 mit, der zugleich die Entstehung der Alternativszene porträtiert, in dem Matthiesen zuhause war.

Verbindungslinien zwischen Krahl und dem „Anti-Ödipus“

Es ist alles andere als weit hergeholt, Krahl und Deleuze/Guattari zusammenbringen zu wollen. Elmar Kraushaar sagt: „Krahl war, wenn ich das so sagen darf, in gewisser Weise der deutsche Hocquenghem.“ Der Deleuze-Schüler Éric Alliez bezieht sich auf Krahl und hat die Verbindung zwischen Krahl und Deleuze in einem Seminar an der Uni Paris Saint-Denis diskutiert. Auch Antonio Negri zitiert Krahl und hat einiges mit ihm gemeinsam.

Ebenso gleichen sich die Kontexte beider Theorien: Beide versuchen eine genuin antiautoritäre und praktisch revolutionäre Theorie für die historisch aktuellen Bedingungen zu entwickeln, unter expliziter Kritik des traditionellen Marxismus wie auch des liberalen bzw. ödipalen Subjekts, und unter durchgehender Reflexion der emanzipatorischen Impulse der 68er-Bewegung.

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